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abschied
hände ringen im schoß durchbrechen mauern allein sie betrauern ohne tränen untröstbares lautlos
angst
kälte zersägt das ich von tausend eiszapfen durchbohrt entführt von hoffnungslosigkeit erstickt es in vergeblichkeit irrlichter in deiner seele
bänder
das reden flicht ein band
es knüpft gedanken zu einem wehenden schleier
das lachen flicht ein band
es vereint moleküle zu glück
die berührung flicht ein band
sie alchimiert emotionen zu einem rausch
bänderregen
baum
als ich deine zweige rauschen hörte als ich deine wurzeln spürte als ich deine rinde sanft berührte
befreite sich mein geist und entschwand in den wolken verankerten sich meine füße tief im lehmigen erdreich erbebte mein inneres und zerfloss in warmer energie
als ich deinen stamm umarmte erwiderte das universum und wir lauschten einander stille atemzüge lang bis alles was still stand sich drehte
Benutzte Sehnsucht
Ausgehungertem Skelett Gab Fleisch man auf die Knochen. Dann wurde es gekocht.
Das Schwert des Loki
Die Welt wird niemals ehrlich sein; Mein Kind. - - - Vergiss, was flüsterte Verführerisch raunend der Wind; In jenen seltsam flüssigen Tagen; In still lauschend’ Ohr geschwind. Dein schwacher Wille nur allein Hielt zitternd zarte Hand; Schild gegen Schwertes Schwingen Machtlos – Weil gekleidet ganz in Weiß. Beugt beschwertes Haupt sich stumm danieder – Seelenfrei.
doch
gefangen einst herz wie keins
doch niemals frei ohne das zwei
doch verlorenes kauern hinter inneren mauern
Echo
Ein Augenblick, gewonnen zerronnen
In der Lotterie der Ewigkeit, ein Licht sich bricht in müder Dunkelheit.
Nicht weit, ein Herzschlag nur, der meine? -
doch ungreifbar, aus blauem Samt die Stille, umhüllt das Echo mich.
Exil
Als glühende Worte, Geteerte Schleier Frauenköpfen überwarfen – unterwarfen,
Als Plastikschlüssel 13-Jährigen das Paradies versprachen – unterwarfen,
Als Glauben Schwerer wog als Wissen, Dumme Kluge übertrafen – unterwarfen,
Als sie ergriffen der Familie Oberhaupt und dessen Herz entrissen – unterwarfen,
sie dich, zu verlassen, dein Heimatland – unterworfen.
Fremder Morgen
Die Sonne blendet mich, sich reflektierend, auf meinem Gesicht.
Der Tag frisch funkelnd, im roten Morgenlicht – doch warm ist er nicht.
Fotoalbum
Der Moment, den der Fotograf einfriert, unendlich wichtig! Für diesen Moment muss alles stimmen! Für das Foto! Damit man diesen Moment später erinnern kann. Erhalten im Foto.
Eben so wie das Foto ihn zeigt.
gefangen
selbst gesetzte grenzen umschlingen das sein
tief im innern gemauert
unbegrenzt sein stiller traum in der nacht
nicht mehr gefangen zu sein
Heilung
Wünschend. Ich hätte es immer noch.
In Mir.
Dieses Gefühl. Dieses Glück. Diesen Zustand.
Heilung ist.
Nicht.
Weit.
herbst
raben krächzen glänzend tiefschwarz ihr gefieder zähflüssiger teer mein herz über den feldern der raureif verkündet weithin den herbst
erwärmtes herz im wasserglas
erwärmtes herz erhellt die nacht
sterne funkeln neidisch der mond verblasst
paradoxen der welt gegensätze tauschen ihre plätze
es tobt des herzens sturm im wasserglas
Herz flattert
Herz flattert –
steckt die Lider an.
Morgen scheint auf Blüten, die Stolzen; zerschmolzen.
kampf um den himmel
es ritten bewaffnete krieger aus der witwen tränen lagen brach
waffengerassel schallte laut lange klangen die töne noch nach
abgeschlagene köpfe rollten durchs all blutverschmiert die weißen schimmel
tod schwebte schwerelos wie schneefall gestern beim kampf um den himmel
am meer
sternenregen hinterm horizont das auge verloren im all der geist versunken im ozean fühlst du dich frei
niemandsland
niemand hat sich verloren in traumnebelweißen nächten, niemand getanzt hinter silbergewirkten schleiern;
niemals hat die stille stattgefunden und auch das schreien nicht –
im niemandsland hat kein du sich mit keinem ich vermischt.
Sandkörnchengedanken
Illusionen bauen in den Wolken selbst sich Schlösser,
Wellen brausen, gekrönt von Herzblütenschaum;
über ihnen fliehen Sternenträume, ausgebreitet die Schwingen weit;
wehen im Wind jenseits der Zeit, treiben hoch und höher;
streben nach des Himmels Dach - und noch weiter;
Bewusstsein rinnt, zerfasert und zerfließt befreit;
fein und feiner Sandkörnchengedanken aneinander sich reiben leis
totalitäres glück
totalitäres glück fesselt mich und nimmt mich als geisel was will es nur erpressen?
träume aus glas
ruhiges blut gerät in wallung
wallendes blut kommt zur ruhe
in flammen schläft sie auf seidenen kissen
In Meiner Vase
Ergeben Welken Der Blumen Häupter In Erwartung -s- Träumen Sehnen Sie Sich Still Sehnlich Zurück Nach Der Dunklen Wärme Davor
Verbindung
Sich zu öffnen für das Ganze.
Zu empfinden, dass wir alle eins sind im Ganzen und dass das Ganze in uns liegt.
Zu fühlen, dass unser Leid das Ganze schmerzt, so wie unser Glück es stärkt.
Zu verstehen, dass Schmerz und Freude des Ganzen in jedem Individuum widerhallen.
Das ist die Verbindung.
v e r ließ ich mich
t r e i b sand jenseits der v e r sprechen
h i m m e l blau gefärbt die s e e l e
v e r l i e ß
ich m i c h
auf d i c h
Verwirrspiel
Ich liebe jemanden. Jemand liebt mich.
Du liebst jemanden. Jemand liebt dich.
Wer liebt wen?
Warten
Haut kühl wie Marmor, Blut träge fließend, Schlafende Schlangen im Haar, Observiere ich heimlich, Die Zeit still sich schleichend, Komplizenlos flüchtig nach Nirgendwo.
Keine Zuflucht zu finden Im Zeiger der Uhr, der eintönig schwerfällig wandert, Hypnotisierend mich fesselt, Unerbittlich kreisend, Sich nehmend die Stunden von mir.
Welt verdrängt
Die Welt verdrängt, Nur fernes Treiben Die Leiber kettenbehängt, In den Herzen Leiden, Die Bestien sich beißen Das Klopfen und Schlagen Sich ziehen und reißen.
Was soll ich mich plagen?
Wem die Stunde schlägt
Wenn Regen sanft vom Himmel fällt. Und über dir das Sternenzelt; Unendlich scheint.
Dann frage, wem die Stunde schlägt -
Und tief in dir; Wirst du verstehen; Sie schlägt niemals irgendwem.
willkommen zurück
dein herz hat aufgehört zu rufen des weges ziel erreicht ist es - u n - endlich frei
Wünsche waren keine frei
Erniedrigt hat mein Flehen mich. Das Sehnen mich zerbrochen.
Reichte meine Wärme nicht, Dein kaltes Herz zu tauen.
Vergessen Schönheit dieser Welt, Vergaß ich selbst mich selbst.
Augen wurden auch ganz blind, Der Mund war zugenäht.
Trieb durch dunkle Stille ich, Sternschnuppen sah ich schweifen.
Mein Herz hielt beide Daumen, In Glauben und Vertrauen.
Doch Wünsche waren keine frei. Hab neulich ich erfahren.
Lügen brachten Wahrheit mir. Kurze Beine tippeln doch.
Wohin mein Herz nun will?
Die Schuld ist abgetragen –
Das Band ist, ach; gelöst. Nichts hält mich mehr –
– Die Ketten mögen ferner Andere tragen –
Des Lebens Strom hat Werk getan; Stromschnellen kreiselnd schnell –
Die Winde die Gedanken fragen: Wohin mein Herz nun will?
zeitlose zeit
ich atme tief dich ich atme tief mich
lieben im blut
zerfließe ganz in mir in der zeitlosen zeit mit dir
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